Grünes Geld

März 2017 | Die Welt | Geld

Grünes Geld

Rentabilität, Liquidität, Risiko – bei der Kapitalanlage sollten Anleger einige Aspekte beachten. Darüber hinaus ist es jedoch auch sinnvoll, sich mit der Ethik des Investments zu beschäftigen.

Dr. Olaf Zeitnitz; Geschäftsführer; VisualVest
VISUALVEST / Unternehmensbeitrag

Herr Dr. Zeitnitz, wann ist Geldanlage ethisch?
Wenn zusätzlich zu klassischen Kriterien auch ethische, soziale und ökologische Aspekte berücksichtigt werden. Geld wird dabei nur in Unternehmen oder Länder investiert, die einen bewussten Umgang mit Rohstoffen, gute Arbeitsbedingungen sowie eine verantwortungsvolle, korruptionsfreie Unternehmensführung nachweisen können. Es gibt immer mehr Anleger, denen diese Faktoren wichtig sind. Das bestätigen unsere eigenen Erfahrungen, aber auch Befragungen und Trendanalysen.

Woher kommt dieses Umdenken bei den Anlegern?
Immer mehr Menschen versuchen, insgesamt einen nachhaltigen Lebensstil zu pflegen. Wenn wir nachhaltig sparen, unterstützen wir Organisationen und Länder, die nach ethischen Wertvorstellungen handeln. Wer nachhaltig Geld anlegt, investiert also nicht nur in die eigene Zukunft, sondern auch in die der nachfolgenden Generationen.

Welche Möglichkeiten des nachhaltigen Sparens gibt es?
Eine einfache Form der ethischen Geldanlage sind Investitionen in Fonds, die in Aktien oder Anleihen von Unternehmen oder Ländern  investieren, die nachweislich nachhaltig wirtschaften. Zusätzlich zu unseren Portfolios aus ETFs und aktiv verwalteten Fonds haben wir deshalb die GreenFolios entwickelt. Das sind Portfolios, die ausschließlich aus nachhaltigen Fonds bestehen. Sie schließen dabei Fonds aus, die in Länder oder Unternehmen investieren, die zum Beispiel Kernenergie, Genmanipulation, Tierversuche, Kinderarbeit oder die Rüs-tungsindustrie fördern.

Für welche Anleger eignen sich Ihre GreenFolios?
GreenFolios gibt es in unterschiedlichen Ausgestaltungen. Sicherheitsorientierte Sparer können sich beispielsweise für einen geringen Aktienanteil entscheiden. Wem die Rendite wichtig ist, für den gibt es ein Portfolio mit hohem Aktienanteil, und dazwischen liegt dann unser GreenFolio mit ausgewogenen Anteilen aus Aktien und Anleihen. Für all unsere Portfolios gilt jedoch: Wir achten auf eine möglichst breite Streuung des Risikos, die wir durch die Verteilung der Fonds auf verschiedene Anlageklassen erreichen.

Wie treffen Sie die Auswahl der in den GreenFolios enthaltenen Fonds?
Bei der Auswahl der Fonds orientieren wir uns am Siegel des Forums Nachhaltige Geldanlagen (FNG). Diese gemeinnützige Organisation bewertet die Nachhaltigkeit von Fonds und stellt damit sicher, dass nicht nur „grün“ draufsteht, sondern auch „grün“ drin ist. Zudem müssen die ausgewählten Fonds auch unsere Indizes als Benchmark haben oder sehr hoch mit ihnen korreliert sein.

Nachhaltigkeit und Ethik sind wichtige Aspekte, doch kommt dabei die Rendite nicht zu kurz?
Hinsichtlich der Rendite konnten wir in der Vergangenheit eine vergleichbare Netto-Wertentwicklung von nachhaltigen und klassischen Fonds beobachten. Da Transparenz einer unsere Grundsätze ist, kann die Performance unserer Portfolios direkt auf unserer Website eingesehen werden.

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