»Nach amerikanischem Vorbild auf die Börse setzen«

September 2020 | Capital | Finance 4.0
Das liebe Geld
Die Redaktion befragt Akteure zu Fragen der Finanzierung und Geldanlage.
September 2020 | Capital | Finance 4.0

»Nach amerikanischem Vorbild auf die Börse setzen«

Dr. Christine Bortenlänger / Geschäftsführende Vorständin; Deutsches Aktieninstitut e.V.

Digitalisierung, Wachstum, Innovation, Arbeitsplätze und Börse – passen ideal zusammen. Nicht ohne Grund stehen mit Apple, Microsoft und Amazon drei US-Technologieriesen weltweit an der Spitze der größten börsennotierten Unternehmen. Europa kann da nicht mithalten. Was aber läuft in den USA anders? Amerikaner nutzen für die Unternehmensfinanzierung und die Geldanlage kontinuierlich die Börse. Dies gilt besonders für den Aufbau ihrer Altersvorsorge. So kommen hohe Geldbeträge zusammen, die in US-Unternehmen und auch international angelegt werden. Die dortigen Wachstumsunternehmen profitieren besonders von dieser Kultur. Erfahrene Investoren verfügen über die notwendige Expertise, um Start-ups mit den vorhandenen Geldern den Weg an die Börse zu ebnen und deren Wachstum zu begleiten. Auch wir müssen mehr auf die Börse und den Kapitalmarkt setzen. Ein erster wichtiger Schritt ist, Aktien zu einem festen Baustein unserer Altersvorsorge zu machen und damit auch einen Kapitalstock für Wachstumsunternehmen zu bauen. Die Politik muss endlich handeln.

 

www.dai.de

September 2020 | Capital | Finance 4.0

»E-Wertpapiere – die Zukunft der digitalen Kapitalanlage«

Frank Dornseifer / Geschäftsführer; Bundesverband Alternative Investments

In Deutschland steht nun endlich die Einführung elektronischer Wertpapiere auf der Agenda. Zentrales Element des Gesetzesentwurfes ist die Zulassung von digitalen Wertpapieren, für die also das papierhafte Urkundenerfordernis nicht mehr gilt. Zukünftig haben Emittenten ein Wahlrecht, und auch Altbestände können in die digitale Form überführt werden. Das kann beispielsweise über die Blockchain-Technologie erfolgen. Die Begebung erfolgt über elektronische Wertpapierregister, die in Form eines zentralen Registers, aber auch als sogenannte Kryptowertpapierregister geführt werden können. Eine weitere Besonderheit ist, dass diese Register zum einen nicht von Clearstream und zum anderen sogar von Emittenten selbst – für eigene Wertpapiere – geführt werden können, sofern hierfür eine entsprechende Erlaubnis durch die BaFin erteilt wurde. Der Wertpapierhandel und somit auch die Kapitalanlage werden dadurch in ein neues Medium überführt, und zwar pragmatisch und rechtssicher.

 

www.bvai.de

September 2020 | Capital | Finance 4.0

»Hinter Forderungsmanagement steht das Prinzip Fairness«

Kirsten Pedd / Präsidentin; BDIU

Durch Corona sind KMU vor neue Herausforderungen gestellt worden. Unterbrochene Lieferketten, Kunden, die pandemiebedingt längere Zahlungsziele einfordern – es ist schwieriger geworden, die Liquidität für die eigene Firma zu sichern. Genau deshalb ist es wichtig, das Forderungsmanagement zu optimieren, und das am besten mit Unterstützung von Inkassounternehmen. Jeder weiß: Rechnungen schreiben, bei Mahnungen nachfassen und das Vermeiden von Forderungsausfällen – alles das ist nötig, kostet aber viel Zeit und Geld. Wer sich von diesen Prozessen und den verbundenen Risiken entlasten will, kann auf die Hilfe von Inkassodienstleistern vertrauen. Sie setzen sich mit den säumigen Zahlern auseinander, erfragen, warum sie die jeweilige Forderung nicht beglichen haben. Vielleicht ist ja eine individuell angepasste Rate die richtige Lösung, damit die für Gläubiger und Schuldner unangenehme Situation nicht weiter eskaliert. Das Prinzip dahinter lautet: Fairness.


www.inkasso.de